VBC Pfäffikon - Volleyball ist unsere Leidenschaft
, Morf Stephan

H1: Pfäffikon vergeigt sich das Schlussbouquet

Keinen einzigen Punkt hatten die Höfner auf dem Zähler, die Meisterschaft verlief entsprechend desaströs. Gegen die Tabellennachbarn aus Näfels bot sich die letzte Gelegenheit, die Saison wenigstens mit einem kleinen Erfolgserlebnis abzuschliessen. Pfäffikon bot ein ansprechendes Spiel, musste sich aber den abgeklärteren Glarnern beugen.

Im Gegensatz zu den letzten Spielen verschlief das Heimteam den Start diesmal nicht. Es entwickelte sich übers Ganze gesehen ein ausgeglichenes und durchaus unterhaltsames Spiel. Das Niveau war der Tabellenlage entsprechend nicht sehr hoch, was sich vor allem an den vielen Fehlern ablesen liess, welche sich bei beiden Teams einschlichen. Während Pfäffikon vor allem am Service patzte, behielten die Glarner die Nerven und brachten die beiden ersten Sätze ins Trockene.

So richtig Spannung kam dann in der zweiten Spielhälfte auf. Der VBC Pfäffikon schaffte es, nicht nur mitzuhalten, sondern auch das Spiel zu seinem Vorteil zu gestalten. Das Heimteam hielt die Glarner auf Distanz und plötzlich war der dritte Satz gewonnen. Und die Höfner behielten das Momentum für sich. Auch im vierten Satz lagen sie stets knapp vorneweg. Doch Volley Näfels gab sich nicht geschlagen. Auf der Zielgeraden hatten die Gäste stets die bessere Idee. Näfels machte Druck und dränge die Pfäffiker mehr und mehr in die Defensive. Und es kam, wie es kommen musste: Der VBC Pfäffikon schoss sich mit zwei ungezwungenen Eigenfehlern selbst aus dem Spiel und vergab sich damit die letzte Möglichkeit auf Punkte.

Der VBC Pfäffikon schliesst die Saison punktelos auf dem letzten Platz ab. Das haben sich die Höfner sicher anders vorgestellt, obwohl sich das Team bewusst war, dass es schwierig werden würde. Nach gewichtigen Abgängen hat auch die Verletzungshexe zugeschlagen und den Kader noch mehr ausgedünnt. Coach Hofmann hatte die gesamte Saison kaum Optionen und musste für jedes Spiel improvisieren. Junge Spieler wurden ins kalte Wasser geworfen und mussten von Anfang an Verantwortung übernehmen. Sie machten ihre Sache allesamt gut, vermochten aber die fehlende Abgeklärtheit nicht zu kompensieren. Die Niederlage gegen Näfels steht sinnbildlich für die gesamte Saison: Wenn Pfäffikon spielte und in die Offensive gehen konnte, dann war die Mannschaft durchaus konkurrenzfähig. Aber sie brachten die Leistung nie über die Ziellinie. Für das reichte die Qualität nicht aus. Aber der Grundstein ist gelegt. Eine verjüngte Mannschaft steht bereit. Jetzt müssen sie noch das Gewinnen lernen.

VBV Pfäffikon – Volley Näfels 4 - 1:3 (21:25, 18:25, 25:22, 25:27)

VBC Pfäffikon: Hofmann (Coach), Nater, Feusi-Pfister, Sousa-Lopez, Maier, Giger, Kentrup, Schuler, Russev, Kark